Adolph Kolping, der Gründer der Kolpingsfamilie, ist als „Gesellenvater“ in die Geschichte eingegangen. Am 08.12.1813 in Kerpen geboren, erlernte zunächst Kolping das Schuhmacherhandwerk, ehe er Priester wurde. Als Kaplan in Elberfeld fand er in dem Katholischen Gesellenverein seine Lebensaufgabe. Hier sollten die jungen Menschen, vor allem Handwerksgesellen, Anregung und Hilfe erfahren für ihre persönliche Lebensgestaltung. Kolping ging es darum, sie durch ein breites Angebot in der Bildungsarbeit und im geselligen Bereich zu tüchtigen Christen zu erziehen, die aus christlicher Verantwortung heraus ihr Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft gestalten konnten, im verantwortlichen Tun für sich und andere.
Sein ganzes Schaffen war von der Zielvorstellung geprägt, an der Verbesserung der sozialen Verhältnisse mitzuwirken. In seinem Engagement hat er sein Christsein verwirklicht. Nie hat er von anderen etwas gefordert. was er nicht selbst zu tun bereit und in der Lage gewesen wäre.
Schon zu Lebzeiten Kolpings breitete sich der Verband über viele Länder aus. Der Ausbreitung seines Werkes widmete sich Kolping bis zu seinem Tode am 04.12.1865 als Domvikar und Rektor der Minoritenkirche in Köln.
